Kurztest. Hyundai Sonata 2.4 GLS
Viel Klasse für wenig Geld
Von Friedhelm Holleczek & Petra Grünendahl
Diese Melodie spielte Hyundai schon 1991, und das ist auch das Jahr, seit dem Hyundai auf dem deutschen Markt vertreten ist. Die vierte Generation kam im Jahr 2005, das Modelljahr 2009 wurde einem Facelift unterzogen. Wir fuhren hier aber noch das ältere Modell mit der noch bis 2008 verfügbaren Einstiegsmotorisierung mit 2,4 Litern Hubraum.
Die frontgetriebene Stufenheck-Limousine ist eine stattliche und fast schon elegante Erscheinung. Der Wagen bietet mit 4,80 m Länge, 1,83 m Breite und 1,48 m Höhe sowie einem Radstand von 2,73 m großzügigen Platz für fünf Erwachsene. Der ebene Kofferraum fasst 523 Liter und lässt sich durch Umklappen der asymmetrisch geteilten Rücksitzlehnen für lange Packstücke erweitern. Mit der erlaubten maximalen Zuladung von 431 kg könnte es dann etwas eng werden. Die Materialien wirken hochwertig, sind gut verarbeitet, klar und sachlich in der Anmutung. Aber es fehlt ein wenig der Pfiff beim Innendesign, um Emotionen zu wecken.
Der Vier-Zylinder-Reihenmotor mit 2,4 Litern Hubraum wurde zusammen mit DaimlerChrysler und Mitsubishi entwickelt. Er leistet 162 PS und bietet damit einen soliden Antrieb für die über 1,5 t schwere Limousine. Der Motor läuft ruhig und hängt gut am Gas. Für die Beschleunigung aus dem Stand auf Tempo 100 reichen 8,9 Sekunden, bis maximal 212 km/h beschleunigt er. Dennoch begnügt sich der Leichtmetallmotor im Sonata im Durchschnitt mit 8,5 Litern Normalbenzin auf 100 Kilometer. Ein 3.3-Liter-V6 mit 235 PS, der den Sonata auf 230 km/h bringen soll, und ein 2-Liter-Common-Rail-Diesel mit serienmäßigem Dieselpartikelfilter und 140 PS sowie – seit dem Modelljahr 2009 – ein 2-Liter-Ottomotor mit 165 PS sind heute für die Modellpalette verfügbar.
Das im Hyundai-Forschungszentrum entwickelte Fahrwerk mit ausgesprochen komfortabler Abstimmung macht das Reisen angenehm. Gelassen bügelt er Unebenheiten glatt. Die Lenkung ist leichtgängig und präzise, könnte aber um die Mittellage etwas direkter ansprechen. Die technische Ausstattung ist auf dem aktuellen Stand: Alle heutzutage üblichen elektronischen Helfer wie ABS, elektronische Bremskraftverteilung, Traktionskontrolle, ESP und sechs Airbags sind als Serienausstattung vorhanden. Dafür ist die Liste der möglichen Erweiterungen und Sonderausstattungen erfreulich kurz.
Anfang 2008 kostete Sonata mit 2,4-Liter-Einstiegsmotorisierung in der Basisausstattung 24.990 Euro. Mit dem neuen 2-Liter-Einstiegsmotor ist der Sonata ab 24.290 Euro zu haben. Für das Geld gibt es eine ganze Menge Auto. Zur Basisausstattung (beim 2.4er hieß sie noch GLS, seit dem Facelift Classic) gehören eine funkfernbediente Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber rundum, elektrisch einstellbare Außenspiegel, Klimaanlage und 16-Zoll-Stahlfelgen. Die Spiegel in beiden Sonnenblenden sind beleuchtet. Ein CD-Radio ist in der Classic-Variante serienmäßig, kostete beim GLS aber noch Aufpreis. Die jetzt eigenständige Comfort-Ausstattung war vorher als Paket zu haben und umfasst Klimaautomatik und Bordcomputer, Lederlenkrad und -schaltknauf, Sitzheizung, Geschwindigkeitsregelung, Lichtsensor und Nebelscheinwerfer und 16-Zoll-Leichtmetallfelgen. Die Außenspiegel sind beheizbar. Als Top-Ausstattung rundet Premium das Angebot ab mit Features wie Ledersitzen, einem Radio mit CD-Wechsler, einer Einparkhilfe hinten und 17-Zoll-Leichtmetallfelgen. Die Versicherungseinstufungen für den 2.4er lauten 18 / 21 / 20 (KH / VK / TK), zum Vergleich die für den 2-Liter-Motor: 16 / 20 / 22.
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Über Petra Grünendahl
Erfahrener Journalist mit einem Gespür für Themen, Geschichten und Bilder, aber auch Inhalte und klare Worte. Mit fachübergreifender Denke, Redaktionsverantwortung und einem Blick für Zielgruppen. Generalist mit Special Interests (Fachjournalist), Kommunikationsexperte, Öffentlichkeitsarbeiter und Netzwerker.
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